Ihrem Angehörigen fällt es immer schwerer, sich in den eigenen vier Wänden zu bewegen und dort ohne Probleme den Alltag zu bewältigen? In der Wohnung tun sich Gefahrenquellen auf, die davor keine waren? Das Barrierefreie Wohnen kann
es Ihrem Angehörigen ermöglichen, weiterhin bequem und gefahrlos in der eigenen Häuslichkeit wohnen zu bleiben. Manchmal erfordert das größere Umbaumaßnahmen, manchmal reicht aber auch ein besonderes Arrangement der Einrichtung.

Barrierefreies Wohnen - was ist das?

Barrierefreies Wohnen ist eine Form des Wohnens, in der einerseits Gefahrenquellen für den Bewohner beseitigt worden sind, andererseits aber alle Räume, Geräte und sonstige Elemente der Wohnung problemlos erreichbar und benutzbar sind. Dadurch wird es Menschen mit Behinderung und alten Menschen ermöglicht, selbstbestimmt und eigenständig in den eigenen vier Wänden zu wohnen.

Menschen, die ambulant - egal ob mit Pflegegeld oder Pflegesachleistungen - gepflegt werden, haben gemäß §40 SGB XI einen Anspruch auf finanzielle Unterstützung beim Umbau ihrer Wohnung. Mit 4000 € bezuschusst deshalb die Pflegeversicherung jede Umbaumaßnahme, die ein Mensch mit Pflegegrad benötigt. Eine Umbaumaßnahme liegt an, wenn sich der Zustand des Betreffenden stark verschlechtert und die Wohnung infolge dessen eine erhebliche Anpassung benötigt.

Zu Beachten:

Wenn man zur Miete wohnt, ist es wichtig, dass man sich das Einverständnis des Vermieters einholt, bevor man irgendwelche Umbaumaßnahmen an der Wohnung durchführt. Gemäß §554a BGB muss jeder Vermieter solchen Maßnahmen grundsätzlich zustimmen, wenn sie erforderlich sind. Aber dafür muss er zuvor davon in Kenntnis gesetzt werden.

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